Donnerstag, 5. Juni 2014

alle Wege fuehren nach Christchurch / die Maori Kultur erleben und entdecken

Bevor ich mich auf dem Weg zur Nordinsel gemacht habe, haben wir (Laura, Jacob und ich) noch eine Weile in Christchurch verbracht. Viele Backpacker meiden die Stadt, indem sie hier ankommen und schnell wieder verschwinden. Die Stadt hat fuer mich eine starke Anziehungskraft. Sie ist von dem Erdbeben im Februar 2011 ziemlich zerstoert worden, weshalb super viele Baustellen und viele Schutthaufen in der Stadt sind.Aber wenn man sich mal genau umschaut,kann man viele kuenstlerische Kleinigkeiten entdecken, die die Stadt wiederbeleben. Ausserdem begegnet man hier nicht vielen Touris und man sieht mehr vom neuseelaendischen Leben. Meine Reise hatte Ende Mai in Christchurch begonnen und als ich das letzte Mal zurueck kam, war es wie ein Nach-hause-kommen. Also haben wir dort zwei weitere Wochen verbracht. Ich habe vergeblich nach einem Auto umgeschaut, die Suche dann aber abgebrochen,weil ich Kontakt zu einer Familie knuepfen konnte. Sie leben in Auckland (also auf der Nordinsel) mit 4 Kindern und brauchen fuer den Uebergang (altes Au Pair geht und Neues kommt) jemanden, der den taeglichen Ablauf weiterfuehrt. Also bin ich dann spontan vorletzten Sonntag (25.05.) von Christchurch mit dem Flugzeug nach Auckland geflogen. Der Flug war wirklich atemberaubend. Ich konnte die Suedalpen von oben geniessen und habe einen wunderschoenen wie gemalten Vulkan (Mt. Taranaki) in New Plymouth gesehen. Auch Abel Tasman (die Nordkueste der Suedinsel) ist ein Traum.
Die Kinder sind immer von Mittwoch bis Samstag Nachmittag bei den beiden (Dion und Julia).Das ist dann meine Arbeitszeit. Fuer die Zeit als Nanny/Au Pair habe ich Verpflegung und Unterkunft frei und bekomme eine kleine Aufwandsentschaedigung. Das ist zum Geldsparen erstmal klasse. Allerdings werde ich nur 3-4 Wochen gebraucht, also bin ich nebenbei noch auf der Suche nach einer anderen Familie, in der ich dann komplette 3 Monate bleiben kann (Juli-Oktober).Die Idee ist, dass ich den Lifestyle der Neuseelaender (Kiwi) kennenlerne, mein Englisch verbesser und Geld spare/verdiene.
Dion und Julia leben in einem netten Hauschen etwas ausserhalb der Innenstadt von Auckland (Point Chevalier),das in einer der vielen Buchten liegt mit Strand und Blick auf die Skyline Aucklands. Die Kinder (Ella 13, Tom 11, Emily 8 und Rose 6) sind super lieb, gehen vielen Aktivitaeten nach und wir haben viel Spass zusammen. Ein paar Sprachbarrieren gibt es noch, aber die Kinder sind auslaendische Au Pairs gewohnt und haben Verstaendnis, wenn sie dann alles nochmal wiederholen muessen.
Letzten Sonntag hat Isabel (das alte Au Pair) mich mit nach Rotarua genommen. Die Stadt liegt weiter innerhalb der Nordinsel und gehoert zur Bay of Plenty. Siet ist auf aktiven vulkanischem Boden gebaut, deswegen konnten wir schon am Schwefelgeruch erkennen, ob wir langsam angekommen sind, das es ueberall blubbert und aus den Gullideckeln oder aus dem Boden Dampf steigt. Es gibt dort viele geothermalische Naturwunder zu sehen. Wir waren in Wai-O-Tapu Park, dort gibt es Gysire, Matschpools und die Champagner pools, die fuer ihre wunderschoene Farbenpracht bekannt sind. Nach dem Park bin ich weiter zu den sogenannten Hot Pools. Mitten im Wald gibt es einen kleinen Fluss, der aufgrund der Bodenwaerme warm ist.
Ich habe dann noch in Rotarua uebernachtet und habe am naechsten Tag die Maorikultur (indigenes Volk Neuseelands, knapp 15% der Bevoelkerung) erkundet. Auf der Nordinsel kommt man mit Maori mehr in Kontakt und gerade Rotarua ist immer noch der Ort, in dem es Maori Doerfer gibt, in denen die Kultur noch voll erhalten geblieben ist. Ich war in einem kleinen Dorf und habe mir von einem aelteren Maori etwas ueber seine Schnitzereien erzaehlen lassen. Dann bin ich weiter zu den ganzen Thermalparks, wo man dampfende Seen ueberqueren kann.Spaeter bin ich zu dem aeltesten und erhaltenen aktiven Dorf "Whakarewarewa" gewandert.In dem Dorf leben viele Familien noch nach der Kultur,  z.B. das besondere Steamkochen (in Boxen, die aus Stein auf dem heissen Boden gebauten sind und darin wird das Essen gedaempft, das Wasser aus den Thermalbecken wird zum Baden und Waschen verwendet und es gibt ein Meeting house). Uns hat eine Frau,die in dem Dorf zwar aufgewachsen ist,aber nicht mehr dort lebt, etwas ueber die Lebenskultur erzaehlt und herumgefuehrt. Spaeter haben Dorfbewohner einen Haka aufgefuehrt (wer schonmal ein neuseelaendisches Rugbyspiel gesehen hat,kennt diesen Tanz vor Spieleroeffnung).Es ist schoen hier zu sehen, wie viel noch von der Kultur der Ureinwohner bewahrt wird und bis heute,trotz der europaeischen Einfluesse, erhalten geblieben ist und sich mit den aktuellen Traditionen vermischt hat. Auf meinem Rueckweg hat mich eine Maori Mutter mit ihren beiden Maedels mit nach Auckland genommen. Sie hat mir viel ueber die Maorikultur erzaehlt.


Christchurch

                     Eine Brakedanceplattform mit einer umfunktionierten Waschmaschine zur Jukebox



                                             Kontainer stuetzen die letzten Mauerreste
                                                   Ein Klanggarten aus Baumaterialien


Auckland



                                                             Auckland Museum
                                                     meine Unterkunft fuer Juni
                                          Mt. Eden Krater (Auckland hat viele inaktiveVulkane)
                                              Skyline von Mt. Eden (Auckland Downtown)


Rotarua / Wai-O-Tapu

                                                            einer der hoechsten Gaysire
                                                        
                                     Champagne Pool mit dem orangefarbenen Ablagerungen


                                                   dampfendes Loch mitten in der Strasse
                                                              Maori Meetinghaus (1905)
                                die typischen Maori Schnitzereien zur Abschreckung von Feinden



                                            Das Kanu mit dem die ersten Maori ankamen
                                                             

                                                    Thermalbecken im Whaka Village

                                                 der vollstaendige Name des Maori Dorfs (kurz:Whaka-Village)
                                                             cooking Steambox

Sonnenuntergang ueber einem Thermalbecken (Kuriopark)
                          Einwohner des Whaka-Village in der traditionellen Kleidung im Meetinghouse
tradotionelle Abschreckungsmethode der Maori (hat auch 1642 bei der Ankunft vom niederlaendischen Seefahrer Abel Tasman funktioniert ,erste Entdeckung von Neuseeland)

irgendwo rechts vom Baum am Ufer wohne ich (Pt. Chev)

und diesen AQusblick kann ich geniessen

Harbourbridge

suess???...wenn man ihr Bellen nicht den ganzen Tag ertragen muss (Annie,der Familienhund)

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