Donnerstag, 26. Juni 2014

entspannter Roud Trip um Coromandel Peninsula

Es ist etwas länger her,dass ich mal wieder was unternommen habe.Kaum zu glauben,aber sobald ein routiniertes Leben einkehrt ist auch der Arbeitsalltag da und ich verfalle in Stagnation.Ich lebe seit fast über einem Monat in Auckland und die Stadt hat mich so einige depressive Tage gekostet.Zwischendurch von Zukunftsfragen geplagt und dazu noch Unwetterwarnungen,haben mich hier ersteinmal in ein tiefes Loch fallen lassen.Auckland ist ziemlich chaotisch,laut und voller Leute-also ganz typisch Großstadt,was ich grad nicht suche und brauche,aber gut ist,um Geld zu verdienen.Wegen der Unwetterwarnungen konnte ich dem Stadttrubel nur schwer entkommen.
Doch letztes Wochenende habe ich endlich das gute Wetter nutzen können und mich wieder von meinem Reisefieber treiben lassen.Ich durfte mir den Wagen von meiner Gastfamilie ausleihen,habe meinen Rucksack gepackt,die richtige Musik angeschmissen (City and Colour,Of monsters and men, Ben Howard) und bin mit vollem Tank  Richtung Coromandel Peninsula losgedüst (liegt östlich von Auckland und ist ca. 2 Std. entfernt).
Sobald ich das Stadtchaos hinter mir gelassen hatte,konnte ich meine Freiheit in vollen Zügen geniessen auch meine Laune wurde sofort besser.Da ich erst Samstagnachmittag losfahren konnte,bin ich abends in Te Puru angekommen und habe mich nach einer Unterkunft umgeschaut.Im lonly planet wurde ein nettes privates Häuschen für backpacker empfohlen.Dort angekommen stand ich vor verschlossenen Türen.Also dachte ich,die Nacht wohl doch im Auto zu verbringen.Doch als ich gerade losfahren wollte,ist ein nettes älteres Pärchen mit Pkw angekommen und wollte gerade ins Haus,als ich sie ansprach.Leider gibt es die Unterkunft nicht mehr,denn der Besitzer sei verstorben,woraufhin seine Frau das Haus vor ein paar Wochen an das Paar verkauft hat.Die beiden boten mir, für eine kleine Entschädigung an, trotzdem zu bleiben;denn Platz ist genug da.Also hatte ich den kompletten unteren Bereich mit einer gemütlichen Loung,einer  Kochniesche sowie einem Bad und einem beheizten Bett für mich ganz alleine!
So habe ich dann meinen Abend mit einem schwarzen Tee,den Rest Schokolade und Reiseführer verbracht und mir eine Route für den nächsten Tag zusammengestellt.Da ich nur den kompletten Sonntag hatte,musste ich ein wenig vorplanen.So stand am Ende auf meinem Zettel: Te Puru»Coromandel Town (kurze Wanderung auf einem Aussichtspunkt und Frühstück im Café)»Te Rerenga»Whangapoua (New Chum's beach)»Whitianga (Hahei beach,Cathedral Cove,Hot water beach)»Tairua
Morgens bin ich dann vor Sonnenaufgang los.Die Strecke führte direkt entlang der Küste mit herrlichem Ausblick aufs Meer.Langsam bin ich dem Aufgang der Sonne entgegen gefahren und immer mal wieder auf der Strecke angehalten,um den schönen Moment auf einem Bild festzuhalten.In Coromandel Town bin ich trotz der düsteren Wolken und dem noch sehr trägen Morgengrauen einen kleinen Wanderpfad zu einem Aussichtspunkt hochgelaufen.Auf dem Weg wurde ich von einem kahl geschorenem Schaf beobachtet,habe die prachtvolle Pflanzenvielfalt nocheinmal verinnerlicht und einfach die Einsamkeit genossen.Oben angekommen sah es noch sehr trist aus,aber trotzdem hat mich das von schönen Schnappschüssen nicht abgehalten.Wieder unten angekommen,saß ein älterer Maori mit langen dunklen Haaren im Holzfällerhemd und Jeans auf einer Veranda und drehte sich wahrscheinlich gerade seine erste Zigarette.Ich begrüsste ihn mit einem zurückhaltenem Lächeln und schlenderte Richtung Café weiter,um meine neuen Eindrücke aufzuschreiben und zu frühstücken.Der warme Blaubeermuffin und ein schokoschaumiger Moccachino tat mir am Morgen richtig gut.
Danach fuhr ich die SH 25 weiter.Die Strecke erinnerte mich sehr an die Fahrt auf der Südinsel.Schlangenlinien fuehren über die grünen Berge,mitten durch Regenwälder und ab und zu durch den Morgengrauen.Immer wieder bin ich von den tausenden verschiedenen Farnen,die aus der grünen Pflanzenpracht am Straßenrand herausragen,total fasziniert.Sobald ich die Bergspitze überquert habe und hinunterfahre komme ich aus den Wolken und werde von den Sonnenstrahlen begrüsst.
Mein nächster Stop ist in Whangapoua,ein kleiner Ort an der Nordostkueste mit einem wunderschönen einsamen Strand "New Chum's beach".Dort konnte ich eine Weile die Seele baumeln lassen und ein paar Surfern beim Wellenreiten zuschauen.
Bis ich weiter Richtung Whitianga aufgerbochen bin.Dort gibt es die Touristenattraktionen,wie die Cathedral Cove,den Hot water und Hahei beach.Ich habe anscheinend wirklich eine gute Zeit abgepasst,denn als ich auf dem Weg zur Cathedral Cove war,kamen mir die meisten Besucher schon wieder entgegen.Sodass ich die kurze Wanderung dorthin,alleine geniessen konnte und in Ruhe die kleinen Naturdetails mit der Kamera einfangen konnte.Am Cove/Strand saßen ein paar backpacker.Weiter daneben habe ich mich ausgeruht und die schöne Aussicht genossen.Hier ragen viele große und kleine Steininseln aus dem Meer.
Auf dem Rückweg zum Parkplatz habe ich noch zu einzelnen Stranbdabschnitten einen Abstecher gemacht.Ein paar backpacker gönnten sich einen Dip im Meer und haben sich von der Sonne trocknen lassen.Ich wollte aber weiter zum hot water beach und bin auch rechtzeitig kurz vor Sonnenuntergang (hier übrigens mittlerweile schon um 16.30h) angekommen.Der Strand ist vom vulkan thermalischen Aktivitäten erhitzt und rötlich bis schwarz. Dort kann man sich seinen eigenen hotwaterpool graben und den Sonnenuntergang im warmen Meeresbecken mit einem kühlen Bierchen geniessen.Ich habe dann natürlich verantwortungsbewusst das Letztere ausgelassen!So habe ich einen schönen Tag entspannt ausklingen lassen und bin anschließend nach Tairua durchgefahren.Dort habe ich in einem kleinen Hostel übernachtet,in dem ich noch drei andere (natürlich Deutsche) backpacker kennengelernt habe(Markus,Maike und Fritz).Wir haben gemeinsam den Abend mit einem Weinchen und Stadt,Land,Fluss -Spiel verbracht.Leider war auch das hostel,wie die meisten Häuser hier,nicht gut isoliert. Und direkt an der See wird es im Winter doch ziemlich kühl.Weshalb ich überglücklich war,meinen neuen warmen Schlafsack mitgenommen zu haben.Ich bin wieder früh am nächsten Morgen aufgestanden, habe mir meinen Kaffee vorbereitet und  die Sonne hinter einer schönen Insel im Meer aufgehen sehen.Danach bin ich wieder Richtung Auckland und somit auch zurück zum Arbeitsalltag.Ich bin die Strecke an der schoenen Ostküste entlang gefahren und musste pünktlich zum Nachmittag wieder in Auckland sein.So habe ich dann neue Energie tanken können.Ich hatte am Montag noch einen spassigen Tag mit Isabel und Sam auf dem Trampolin im Hintergarten.Auf die beiden passe ich nebenbei noch montags auf, solange ich noch hier in Point Chevalier bei der Familie bin.Am vierten Juli fange ich dann in der anderen Familie in Glenfield (gehört auch zu Auckland) an. Dort passe ich auf drei Kinder (Maxwell (5),Petra (8) und Ella (13)) auf und bleibe für komplette drei Monate-also bis Ende September.



Cornwell Park (Auckland)

Aussicht  auf Rangitoto (Vulkaninsel bei Auckland)

Coromandel Pensinsula


                                       

morgens frueh




einbisschen Einoede


Manukabaume

so waechst ein Farn




das neugierige Schaefchen


das treue Auto





der verlassene New Chum's beach bei Whangapoua








  





auf dem Weg zum Cathedral Cove (Whitianga)
 Cathedral Cove





 Hahei beach
hot water beach (roter bis schwarzer Sandstrand)

ein hotwaterpool
morgens frueh in Teirua (Blick vom Hostelgarten)

Sonnenaufgang auf dem Rueckweg (Thames river)

Miranda 


 Kueste bei  Firth of Thames

meine Coromandel peninsula Route

Donnerstag, 5. Juni 2014

alle Wege fuehren nach Christchurch / die Maori Kultur erleben und entdecken

Bevor ich mich auf dem Weg zur Nordinsel gemacht habe, haben wir (Laura, Jacob und ich) noch eine Weile in Christchurch verbracht. Viele Backpacker meiden die Stadt, indem sie hier ankommen und schnell wieder verschwinden. Die Stadt hat fuer mich eine starke Anziehungskraft. Sie ist von dem Erdbeben im Februar 2011 ziemlich zerstoert worden, weshalb super viele Baustellen und viele Schutthaufen in der Stadt sind.Aber wenn man sich mal genau umschaut,kann man viele kuenstlerische Kleinigkeiten entdecken, die die Stadt wiederbeleben. Ausserdem begegnet man hier nicht vielen Touris und man sieht mehr vom neuseelaendischen Leben. Meine Reise hatte Ende Mai in Christchurch begonnen und als ich das letzte Mal zurueck kam, war es wie ein Nach-hause-kommen. Also haben wir dort zwei weitere Wochen verbracht. Ich habe vergeblich nach einem Auto umgeschaut, die Suche dann aber abgebrochen,weil ich Kontakt zu einer Familie knuepfen konnte. Sie leben in Auckland (also auf der Nordinsel) mit 4 Kindern und brauchen fuer den Uebergang (altes Au Pair geht und Neues kommt) jemanden, der den taeglichen Ablauf weiterfuehrt. Also bin ich dann spontan vorletzten Sonntag (25.05.) von Christchurch mit dem Flugzeug nach Auckland geflogen. Der Flug war wirklich atemberaubend. Ich konnte die Suedalpen von oben geniessen und habe einen wunderschoenen wie gemalten Vulkan (Mt. Taranaki) in New Plymouth gesehen. Auch Abel Tasman (die Nordkueste der Suedinsel) ist ein Traum.
Die Kinder sind immer von Mittwoch bis Samstag Nachmittag bei den beiden (Dion und Julia).Das ist dann meine Arbeitszeit. Fuer die Zeit als Nanny/Au Pair habe ich Verpflegung und Unterkunft frei und bekomme eine kleine Aufwandsentschaedigung. Das ist zum Geldsparen erstmal klasse. Allerdings werde ich nur 3-4 Wochen gebraucht, also bin ich nebenbei noch auf der Suche nach einer anderen Familie, in der ich dann komplette 3 Monate bleiben kann (Juli-Oktober).Die Idee ist, dass ich den Lifestyle der Neuseelaender (Kiwi) kennenlerne, mein Englisch verbesser und Geld spare/verdiene.
Dion und Julia leben in einem netten Hauschen etwas ausserhalb der Innenstadt von Auckland (Point Chevalier),das in einer der vielen Buchten liegt mit Strand und Blick auf die Skyline Aucklands. Die Kinder (Ella 13, Tom 11, Emily 8 und Rose 6) sind super lieb, gehen vielen Aktivitaeten nach und wir haben viel Spass zusammen. Ein paar Sprachbarrieren gibt es noch, aber die Kinder sind auslaendische Au Pairs gewohnt und haben Verstaendnis, wenn sie dann alles nochmal wiederholen muessen.
Letzten Sonntag hat Isabel (das alte Au Pair) mich mit nach Rotarua genommen. Die Stadt liegt weiter innerhalb der Nordinsel und gehoert zur Bay of Plenty. Siet ist auf aktiven vulkanischem Boden gebaut, deswegen konnten wir schon am Schwefelgeruch erkennen, ob wir langsam angekommen sind, das es ueberall blubbert und aus den Gullideckeln oder aus dem Boden Dampf steigt. Es gibt dort viele geothermalische Naturwunder zu sehen. Wir waren in Wai-O-Tapu Park, dort gibt es Gysire, Matschpools und die Champagner pools, die fuer ihre wunderschoene Farbenpracht bekannt sind. Nach dem Park bin ich weiter zu den sogenannten Hot Pools. Mitten im Wald gibt es einen kleinen Fluss, der aufgrund der Bodenwaerme warm ist.
Ich habe dann noch in Rotarua uebernachtet und habe am naechsten Tag die Maorikultur (indigenes Volk Neuseelands, knapp 15% der Bevoelkerung) erkundet. Auf der Nordinsel kommt man mit Maori mehr in Kontakt und gerade Rotarua ist immer noch der Ort, in dem es Maori Doerfer gibt, in denen die Kultur noch voll erhalten geblieben ist. Ich war in einem kleinen Dorf und habe mir von einem aelteren Maori etwas ueber seine Schnitzereien erzaehlen lassen. Dann bin ich weiter zu den ganzen Thermalparks, wo man dampfende Seen ueberqueren kann.Spaeter bin ich zu dem aeltesten und erhaltenen aktiven Dorf "Whakarewarewa" gewandert.In dem Dorf leben viele Familien noch nach der Kultur,  z.B. das besondere Steamkochen (in Boxen, die aus Stein auf dem heissen Boden gebauten sind und darin wird das Essen gedaempft, das Wasser aus den Thermalbecken wird zum Baden und Waschen verwendet und es gibt ein Meeting house). Uns hat eine Frau,die in dem Dorf zwar aufgewachsen ist,aber nicht mehr dort lebt, etwas ueber die Lebenskultur erzaehlt und herumgefuehrt. Spaeter haben Dorfbewohner einen Haka aufgefuehrt (wer schonmal ein neuseelaendisches Rugbyspiel gesehen hat,kennt diesen Tanz vor Spieleroeffnung).Es ist schoen hier zu sehen, wie viel noch von der Kultur der Ureinwohner bewahrt wird und bis heute,trotz der europaeischen Einfluesse, erhalten geblieben ist und sich mit den aktuellen Traditionen vermischt hat. Auf meinem Rueckweg hat mich eine Maori Mutter mit ihren beiden Maedels mit nach Auckland genommen. Sie hat mir viel ueber die Maorikultur erzaehlt.


Christchurch

                     Eine Brakedanceplattform mit einer umfunktionierten Waschmaschine zur Jukebox



                                             Kontainer stuetzen die letzten Mauerreste
                                                   Ein Klanggarten aus Baumaterialien


Auckland



                                                             Auckland Museum
                                                     meine Unterkunft fuer Juni
                                          Mt. Eden Krater (Auckland hat viele inaktiveVulkane)
                                              Skyline von Mt. Eden (Auckland Downtown)


Rotarua / Wai-O-Tapu

                                                            einer der hoechsten Gaysire
                                                        
                                     Champagne Pool mit dem orangefarbenen Ablagerungen


                                                   dampfendes Loch mitten in der Strasse
                                                              Maori Meetinghaus (1905)
                                die typischen Maori Schnitzereien zur Abschreckung von Feinden



                                            Das Kanu mit dem die ersten Maori ankamen
                                                             

                                                    Thermalbecken im Whaka Village

                                                 der vollstaendige Name des Maori Dorfs (kurz:Whaka-Village)
                                                             cooking Steambox

Sonnenuntergang ueber einem Thermalbecken (Kuriopark)
                          Einwohner des Whaka-Village in der traditionellen Kleidung im Meetinghouse
tradotionelle Abschreckungsmethode der Maori (hat auch 1642 bei der Ankunft vom niederlaendischen Seefahrer Abel Tasman funktioniert ,erste Entdeckung von Neuseeland)

irgendwo rechts vom Baum am Ufer wohne ich (Pt. Chev)

und diesen AQusblick kann ich geniessen

Harbourbridge

suess???...wenn man ihr Bellen nicht den ganzen Tag ertragen muss (Annie,der Familienhund)