Freitag, 28. November 2014

Der Zeitdruck beginnt (Stand 19.11.2014)

Gerade sitze ich auf der Fähre von Wellington nach Picton.Das heisst mein Weg geht jetzt zurück auf die Südinsel.Auf die letzten Tage zurückblickend,kann ich gar nicht fassen,wie schnell die Zeit für Neuseeland gerade rast und Thailand immer näher rückt.Ich bin von Turangi (Tongario Alpine Crossing) mit dem Bus nach Napier an die Ostküste gefahren.Dort angekommen habe ich auch realisiert,dass jetzt die Hochsaison beginnt.Weshalb ich in Napier dann vor dem ersten überbuchten Hostel ohne Bett stand.Glücklicherweise habe ich dann in einem anderen Hostel etwas gefunden.Das Haus hat mich an eine WG erinnert und mich wie zu Hause fühlen lassen.Hier habe ich liebe Menschen kennengelernt und hätte mir gut vorstellen können mit dem ein oder anderen weiterzureisen.Aber alle gehen einen anderen Weg :( naja...über couchsurfing habe ich Allan kennengelernt.Er arbeitet in Napier in einer Wohngruppe für Kinder mit speziellen Bedürfnissen.Ursprünglich kommt Allan aus Rio.Wir hatten einen schönen Abend,wo wir über das schöne Südamerika,die Musik etc. philosophiert haben.Da kommt doch wieder das Fernweh hoch (ja ich weiss verrückt.Da sitze ich doch schon in Neuseeland und kann nicht genug bekommen und denke schon wieder an andere Reisen :D).Ja,aber das ist ja das schöne am Reisen.Leute zu treffen,die deine Leidenschaft für andere Kulturen teilen und verstehen wovon du sprichst.Was aber nicht heisst,dass ich mein Deutschland nicht vermisse.Ganz im Gegenteil.Die Gewohnheiten,die lieben bekannten Menschen fehlen mir trotz aller Abenteuer.
Auf jedenfall ist Napier mit einer meiner Favouriten,da die Stadt viele unterschiedliche Architekturstile versteckt.Durch ein Erdbeben um 1930 wurde vieles neu aufgebaut und der Art-Déco-Style ist aufgelebt.Wer die End of 20th mag,wird Napier lieben.Auch gibt es viel Flachland hier,das zum Radeln einlädt.Also habe ich mir (leider ziemlich überteuert) ein Rad ausgeliehen und die Umgebung erkundet.Herrlich wieder auf dem Drahtesel zu sitzen und durch die Weinlandschaften zu radeln.Den nächsten Tag habe ich mit Allan und Jamal verbracht.Wir sind auf einen kleinen Berg gestiegen,am Strand entlang gelaufen (wo ich endlich meine Paua-Muschell gefunden habe) und waren in einem organic Café,wo ich den besten Mocachino  ever bekommen habe.Den nächsten Morgen ging es mit dem Bus nach New Plymouth zum Mt. Taranaki.Seit meinem Flug von Christchurch nach Auckland träume ich von diesem perfekte Vulkankegel.Auf der Busfahrt bäumte sich der Vulkan vor uns auf und mein Blick war von der Pracht so fixiert.New Plymouth liegt allerdings was weiter vom eigentlichen Vulkan-Dorf entfernt.Ich hatte kein Glück dieses Mal.Geplant war eine Tagestour auf den Vulkan,doch der ist noch mit Eis bedeckt.Also habe ich dann New Plymouth erkundet.Dort schlagen riesige Wellen an die Promenade und die Windsurfer haben das Paradies gefunden.Aber für mich wars dann wirklich zu abenteuerlich und ich habe dann ein Rad ausgeliehen.Ich habe New Plymouth schon am nächsten Tag verlassen und bin für eine Nacht über Plymerston North nach Upper Hutt gefahren.Auch hier habe ich wieder die grosszügigen Seiten der Neuseeländer kennengelernt.Erst hat mir die Lehererin von Max (eines meiner Au Pair Kinder) damals die Kontaktdaten ihrer Eltern (Angela&Andrew)in Upper Hutt gegeben.So konnte ich dann dort das Wochenende verbringen.Eigentlich war mein Plan von Plimmerton zur Upper Hutt per Anhalter zu fahren,da der Bus dort nicht hinfährt.Aber der Busfahrer war so nett und hat mich einfach mitgenommen.Da er dort eh wohnt und die Busfahrt seine letzte war.Bis vor die Haustür wurde ich von Rob (Busfahrer) gebracht.Andrew u Angela sind tolle Leute und haben ein wuuunderschönes Grundstück auf einem Hügel mitten in den Wäldern.Traumhafte Aussichten konnte ich direkt aus meinem Zimmerfenster in die Natur geniessen.Abends konnte ich noch einen Hot Tub nehmen und habe interessante Gespräche mit den beiden über alles mögliche gehabt...jaja,wieder einmal total umsorgt :) Ich habe mich mit einem Abendessen bei den beiden bedankt und habe den Zug am nächsten Morgen nach Wellington genommen.Was eine Stadt!Ich verstehe warum es die kleinste lebensfrohe Stadt ist.Hier bin ich von soo vielen tollen Kulturangeboten,kulinarischen Restaurants,Sportverrückten etc. umgeben.Naja aber eigentlich geht hier auch der Peter Jackson-Wahn weiter.In Wellington ist nämlich der Ort,in dem viele der Figuren,Ausrüstungen etc. für die Filme (Herr der Ringe,Hobbit,Avatar,Destrict nb. 9 etc.) hergestellt werden/wurden.Ahhh...unfassbar,aber ich habe DAS Schwert von Frodo und die Axt von Sauron halten können.Faszinierend,wie kreativ die Leute hier sind und wie fabelhaft ihre Ideen unsere Illusionen formen.Nur so viel:Vieles sieht nur so aus!Das meiste wiegt nicht mal halb so viel! z.B. sind die Waffen aus Plastik auch wenn sie noch so glitzern.